Friedenslichter

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Am 6. August gedenkt Greenpeace dem 75. Jahrestag des Abwurfs der Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima (6.8.) und Nagasaki (9.8.). Dazu haben Greenpeace-Ehrenamtliche in über 50 Städten Friedenslichter entzündet. Auch die Ortsgruppe Darmstadt nahm daran teil. Wir stellten in der Nacht vom 5. auf den 6. August ein Friedenslicht in Form des Peace-Zeichens auf dem Hiroshima-Nagasaki-Platz (hinter dem Darmstadtium) auf und entzündeten diese eine Stunde nach Mitternacht. Um 1:15 legten wir eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer ein. Denn um 8:15 Ortszeit wurde vor 75 Jahren die erste Atombombe  auf Hiroshima abgeworfen.

Warum Hiroshima hier und heute aktuell ist
Ein Dreivierteljahrhundert ist eigentlich eine lange Zeit und doch haben die Atombombenangriffe von damals einen traurigen Bezug zur Gegenwart. Die Bedrohung durch einen Atomkrieg im Jahr 2020 ist nach Einschätzungen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen so groß wie nie zuvor: Die Doomsday Clock steht gerade einmal 100 Sekunden vor zwölf.

Damit die Gräueltaten von damals nicht in Vergessenheit geraten und sich die Geschichte nicht wiederholt, haben Greenpeace-Ehrenamtliche mit Lichtaktionen und Kunst in ganz Deutschland an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki erinnert und dabei auch an die Bundesregierung appelliert: „Deutschland kann jetzt wegweisend einen glaubwürdigen Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt leisten, indem die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet.“

Deutschland muss seinen Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt leisten
Denn obwohl von Deutschland vor dem Hintergrund seiner Historie nur noch Frieden ausgehen sollte, hat Deutschland sich im Rahmen der sogenannten erweiterten nuklearen Teilhabe verpflichtet, im Kriegsfall mit deutschen Piloten und Kampfjets in Deutschland gelagerte US-amerikanische Atombomben ins Ziel zu fliegen. Greenpeace-Ehrenamtliche fordern deshalb bundesweit: „Deutschland kann jetzt wegweisend einen glaubwürdigen Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt leisten, indem die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet.“

Mehr Infos unter: greenpeace.de

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