Schluss mit Billigfleisch

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Am 25.01.2020 veröffentlichte Greenpeace deutschlandweit das Ergebnis (weitere Infos: hier) einer Umfrage unter neun Handelsketten: Dabei ging es um deren Angebot an Frischfleischprodukten unter ihren Eigenmarken - genauer gesagt darum, wie die Tiere aufgezogen und gehalten worden sind. Anlass der Umfrage war die Kennzeichnung des Fleisches zu der sich nahezu alle Handelsketten seit dem 1. April 2019 selbst verpflichtet haben. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwar können die Verbraucher nun sehen, wie die Tiere gehalten werden. Praktisch haben sie aber kaum Wahlfreiheit, denn 88 Prozent des Fleisches stammt aus der Haltungsform Stufe 1 und 2 und erfüllen damit im Grunde nur die gesetzlichen Mindestvorgaben (die es aber nur für Schweine und Hühner gibt). Die gesetzlichen Mindestanforderungen verstoßen jedoch gegen das Tierschutzrecht. Daher ist es an der Politik hier Abhilfe zu schaffen - aber das kann dauern, wie wir bei anderen Themen rund um die Tierhaltung in den letzten Monaten gesehen haben. Daher fordert Greenpeace nun die Handelsketten auf, kein Fleisch mehr aus der Haltungsform 1 anzubieten und mehr Produkten aus den Stufen 3 und 4, damit die Kunden eine wirkliche Wahlfreiheit hat. Und jeder kann hier selbst aktiv werden - wie, dass erfahren Sie auf der Greenpeace-Homepage. Mehr Informationen zur Haltungsform erfahren Sie unter: www.greenpeace.de/siegel-check

Die Greenpeace-Gruppe Darmstadt hat sich mit einem Infostand auf dem Ludwigsplatz in der Nähe des Eingangs zum Aldi-Markt an dem Aktionstag beteiligt. Wir hatten viele Gespräche mit Passanten und schließlich etwas mehr als 30 unterschriebene Postkarten, die wir zusammen mit Informationsmaterial im Aldi-Markt persönlich abgegeben haben. Wir bleiben weiter dran und werden uns an der deutschlandweiten Recherche zum Angebot an Frischfleisch-Produkten beteiligen.

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